Mit LEGO education werden die Steine „lebendig“. Anfang des Jahres haben wir die Spielwarenmesse in Nürnberg besucht. Und eins der Buzzwords dort war die Kategorie „Edukatives Spielzeug“. Dabei ist speziell konzipiertes Lernspielzeug gemeint, welches nicht nur für den Spaß des Kindes entwickelt wurde, sondern immer gleich noch bestimmte Fähigkeiten fördern soll. Ob das wirklich immer gut ist, sei mal dahingestellt. Denn natürlich fördert auch ein Eimer mit Sand oder eine Handvoll Knete diverse Fähigkeiten.
Nichtsdestotrotz scheint es der Wunsch der Hersteller und Eltern zu sein, weitere Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln. Daher gibt es nun mit LEGO education auch eine Serie, die in Schulen, aber auch privat zum Einsatz kommen soll. Wir haben sie uns angeguckt.

Über LEGO education
LEGO ist ja eigentlich von Natur aus schon ein Spielzeug, welches verschiedene Fähigkeiten wie Kreativität und Motorik fördert. Und trotzdem arbeitet das Unternehmen aus dem dänischen Billund zusätzlich seit über 30 Jahren mit Lehrern und Bildungsspezialisten zusammen, um Freude am Lernen zu vermitteln und Unterrichtsmaterial zu entwickeln, welches in den Schulalltag integriert werden kann.
Die Serie LEGO education wurde speziell für den Unterricht der Geistes- und Naturwissenschaften konzipiert, kann aber auch in den Fächern Technik, Informatik und Mathe zum Einsatz kommen. Denn es fördert Team-, Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeiten. So sollen die Schüler auf die wandelnden Anforderungen ihrer Lebenswelt vorbereitet werden.

LEGO education Beispiele
Ein Fach, welches Schülern regelmäßig große Probleme bereitet, ist Physik. Mit Hilfe von LEGO education können sie nun Modelle bauen und dadurch Technologien wie Windenergie oder Antriebskonzepte besser verstehen. Im Unterricht können Prognosen errechnet und Messungen durchgeführt werden, um Ergebnisse festzuhalten.
Im Fach Mathe einer weiterführenden Schule könnte eine Aufgabe sein, die Geschwindigkeit eines Roboters zu kontrollieren, indem zuerst Entfernungen und Zeiträume gemessen werden und mit diesen Werten Berechnungen vorgenommen werden können.

LEGO Education WeDo 2.0
Mit der Anfang 2016 vorgestellten Produktinnovation können schon Grundschüler projektorientierte Problemlösungen entwickeln und Grundzüge des Programmierens erlernen. Ein Beispiel ist der Bau eines Erdbebensimulators, um damit zu testen, wie erdbebenfeste Häuser konstruiert werden müssen. Sie werden vor die Herausforderung gestellt, das höchste Bauwerk zu bauen, das einem LEGO Erdbeben der Stärke 8 standhält. Ein LEGO education WeDo 2.0 Set besteht aus einem LEGO Education Baukasten mit 280 Teilen und Software für iPad, Android, PC und Mac. Die Software wird direkt mit dem Bausatz geliefert und beinhaltet bereits ein Einführungsprojekt, um den Projektablauf von Anfang an zu verstehen. Geeignet sind diese Sets für Kinder ab sieben Jahren.
Und wenn es Eure Kinder dann richtig packt, dann können sie mit einem Team an einem Robotik-Wettbewerb teilnehmen, für den sie mit einem LEGO Mindstorms Set einen Roboter bauen und programmieren. Die Qualifikation erfolgt in regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben. Ähnlich herausfordernd ist der FIRST LEGO League Wettbewerb, bei dem ein Forschungsprojekt zu einem vorgegebenen Thema gebaut werden muss. Entscheidende Kriterien sind das Roboterdesign und die Programmierfähigkeiten des Teams. Heutzutage nehmen mehr als 150.000 Kinder zwischen 9 und 16 Jahren weltweit am FIRST LEGO League-Wettbewerb teil.
Fotos: © Lego education // DADDYlicious